Gewerbeverein Oberglatt


GVO – Gewerbeverein Oberglatt


„Unsere Strassenmarkierungen werden auch mit Glasperlen von Swarovski versetzt“ – Roland Hüssy

Roland Hüssy
Geschäftsführer

Morf AG Markierungen und Signalisationen
Roland Hüssy, Geschäftsführer
Aspstrasse 6
Oberglatt

Tel. 0848 22 33 66
Fax 0848 22 33 77
info@morf-ag.ch
www.morf-ag.ch

Wie lange gibt es Ihre Firma schon?

Gegründet 1968 von Karl Morf als Einzelunternehmung in Niederglatt, wurde die Firma 1984 in eine AG umgewandelt. Ein Jahr später bin ich als Geschäftsleiter eingetreten und habe demnach bereits 30 Arbeitsjahre in die Firma investiert. Im April 2001 wurde der Betrieb von Glattbrugg, wo sich der Hauptsitz noch immer befindet, nach Oberglatt verlegt und es gibt weitere Standorte in den Kantonen AG, LU, ZG, GL, SG, und GR.

In welchem Bereich ist Ihre Firma tätig?

Unser Hauptgeschäft ist die fachgerechte Ausführung von Bodenmarkierungen aller Art (Leit- Sicherheits- und Randlinien, Bus- Rad- und Fussgängerstreifen) auf Autobahnen, Kantons- und Gemeindestrassen, in Schulzonen, Tiefgaragen, auf Firmen-, Park-, Bahn- und Flughafenarealen.
Im Innenbereich von Industriehallen markieren wir Fluchtwege und sonstige freizuhaltende Sicherheitszonen.
Zu unseren Spezialitäten gehören zudem Radweg- und Flächenbeschichtungen in vollflächiger oder strukturierter Ausführung, Oberflächengestaltungen in Wohnquartieren und auf Schulhausplätzen (z.B. aufgemalte Hüpfspiele), sowie Sport- Spiel- und Eisfeldmarkierungen.

Dabei kommen vielfältigste Materialien und Applikationstechniken zur Anwendung:

• Kaltplastik Strukturmarkierungen: eine 2-Komponenten Masse wird in vorgemischtem Zustand mittels Walze auf den Strassenbelag aufgeschleudert oder manuell appliziert, gleich anschliessend werden mit einer Pistole hochreflektierende Glasperlen darauf gespritzt. Einen Teil dieser edlen Perlen beziehen wir von der Swarovski Gruppe.
Strukturmarkierungen haften hervorragend, weisen eine sehr hohe Rutschfestigkeit und eine sensationelle Retroreflektion bei Nässe auf. Diese Spezialität wurde durch unsere Firma mitentwickelt.
Die Technologie für erhabene taktile Markierungsstreifen (für Sehbehinderte mit Blindenstock) auf Bahnperrons und Flughäfen stammt ebenfalls aus unserem Haus.

• Hochwertige 2-Komponenten-Spezialfarben werden auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt und garantieren eine lange Haltbarkeit.

• (Orangefarbene) Markierfolien kommen als Leitlinien bei temporären Baustellen zum Einsatz.

• Verguss- und Reparaturmasse wird zur Überbrückung feiner Strassenrisse oder Schlaglöcher, sowie zum Ausgleichen von geringen Unebenheiten verwendet.

• Demarkierungen: Markierungen auf Asphalt- sowie Betonbelägen werden mittels verschiedenartiger mechanischer oder chemischer Methoden entfernt.

• Signalisationen: Lieferung und fachgerechte Montage von sämtlichen Signaltafeln.

Wer sind Ihre Kunden?

Zu 2/3 die öffentliche Hand (Gemeinden, Kantone, Bund) zu 1/3 Privatkunden wie Immobilienverwaltungen, Hausbesitzer, Ingenieure, Architekten und Maler, welche z.B. Tiefgaragenmarkierungsarbeiten in Liegenschaften und in Parkhäusern von Einkaufszentren an uns vergeben.
Viele Auftraggeber kontaktieren uns direkt (was uns aber nicht von der aktiven Akquise entbindet) und erhalten mündliche oder schriftliche Offerten. Wir wollen den höchsten Erwartungen unserer Kunden gerecht werden.

Mitarbeiter und Lehrlinge?

Wir erledigen rund 5‘500 Aufträge pro Jahr mit 25 eingespielten Teams in sieben Filialen der Deutsch- und Ostschweiz.
Gesamtbetrieblich beschäftigen wir in der Saisonspitze 80 Leute an allen Standorten; in Oberglatt befinden sich sowohl Verwaltungskräfte, als auch weitere 25-30 Mitarbeitende. Einige von ihnen warten in unseren hauseigenen Werkhallen den umfangreichen Maschinenpark und setzen ihre mechanisch-handwerklichen Fertigkeiten für dessen stete Weiterentwicklung ein. Da es den Beruf des „Strassenmarkierers“ nicht gibt und die bisherige Anlehre dem neuen Berufsbildungsgesetz zum Opfer gefallen ist, können wir keine Lernenden mehr ausbilden.

Herausforderungen?

Primär ist das Wetter, welches trocken und warm sein muss, das Mass der Dinge. Bei „Hudelwetter“ kann auch in Tiefgaragen, Lagerhallen und Parkhäusern wegen der durch Fahrzeuge verursachten nassen Böden nur erschwert gearbeitet werden. Es ergeben sich im Sommer hohe Stundenzahlen (Sa./So./Nachts), die im Winter durch Ferien kompensiert werden. Dabei müssen die gesetzlichen Höchstarbeitszeit- und Sicherheitsvorgaben in jedem Fall eingehalten werden.

Wieso sind Sie Mitglied des Gewerbevereins?

Wir möchten als Gewerbetreibende zusammenstehen, uns gegenseitig unterstützen, durch Kontakte mit neuen Leuten und anderen Branchen unseren Horizont erweitern. Ich gehe gerne an die Anlässe dieser kunterbunt durchmischten Gesellschaft.

Welche Hobbys betreiben Sie?

Als Weinliebhaber pflege ich mir einen grösseren Weinkeller und fahre bei schönem Wetter mit Vorliebe in meinem Cabriolet aus.


Das Interview wurde von Trix Imbach geführt.